Reserva Canyon Barbas-Bremen

Der Rio Barbas Canyon besteht aus 790 Hektar Wald, der sich wie schon erwähnt durch seine steile Hanglage auszeichnet,  und auch nur aus diesem Grunde überhaupt noch exisiert.

Für den Nachmittag haben wir eine Art Excursion gebucht. Mit einem Guide (hatten wir glücklicherweise ganz für uns alleine) sind wir durch das Reservat gewandert (eher spaziert, war nicht sportlich eher sehr informativ).

Wir haben sehr viel Interessantes erfahren, z.B. ùber 2 cm große Frõsche, die so viel Gift in sich haben wie kaum ein anderes Tier, über Blätter die ähnliche Eigenschaften haben wie Plastiktüten ( die Nativos = Indios, benutzen sie heute noch als solche). Heilpflanzen, Giftpflanzen, Eigenheiten des Riesenbambus….die Infos waren üppig, die Namen der Pflanzen habe ich leider schon wieder vergessen, aber alles war mega interessant.

Ein Bergurwald ganz besonderer Schönheit, hier gibt es einen Farn aus der Karbonzeit, der sogar die Dinos überlebt hat. Alleine schon die Vorstellung!
Hier ein prächtiges Exemplar, echt riesig
Riesiger Bambuswald, die jungen Triebe wachsen bis zu einem Meter in der Nacht, sie sind besonders zart und schützen sich durch ein Blatt, welches ganz feine Haare hat und bei Berührung einen Juckreiz auslöst
Eine rote Bananenart,  man kann sie essen, aber sie sind nicht so schmackhaft…eher was für die Vögel

Aber nicht nur die Flora ist einzigartig, es gibt hier auch eine Vielzahl von Võgeln und Schmetterlingen ( um die zu beobachten muss man etwas mehr Zeit haben, die sieht man nicht so einfach) …aber tiefer im Dschungel gibt es wohl Pumas, kleinere Raubkatzen und Populationen von Brüllaffen.

Was ganz besonders Interessantes für mich als Imkerin war ein Wildbienennest bei einer kleinen Kaffeefinka!

Die Bienen sind nur ca.8mm lang, sehr friedliebend und haben keinen Stachel. Das Einflugsrohr ist aus Wachs gebaut und wird bei Nacht geschlossen. Ein Kilo Honig eines normalen Bienevolkes entspricht dem Wert einer Unze=28g eines solchen Volkes. Der Honig ist wohl sehr fein und äußerst schmackhaft.
So sieht das Nest aus…wirklich sehr interessant, und ich war angenehm überrascht, dass Carlos, unser Guide auch in diesem Bereich Auskunft geben konnte.
Eine der vielen kleinen Kaffeefinkas

Hier endet unsere Tour, und wir gehen den gleichen Weg wieder zurück, noch ein kleiner Abstecher zum Fluss, es besteht die Möglichkeit zu baden, aber dazu hat heute irgendwie keiner so richtig Lust

…obwohl sehr schön 🙂

Ich hätte es niemals gedacht, aber tatsächlich haben wir auf dem Rückweg noch eine Gruppe von Brüllaffen beim Fressen beobachten können. Bilder gibt’s keine, dazu reicht eine Handykamera nicht aus, aber es war ein schönes Erlebnis – wiedereinmal haben wir einen wunderbaren Tag erlebt. Dank an Carlos, der uns so viel Neues erzählen konnte.

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